Immobilien-Lexikon · Kaufnebenkosten
Kaufnebenkosten in NRW berechnen: Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch, Makler – mit Beispiel
Definition in einem Satz
Zum Kaufpreis kommen für Käufer in Nordrhein-Westfalen regelmäßig die Grunderwerbsteuer von 6,5 Prozent, Notar- und Grundbuchkosten sowie gegebenenfalls die hälftige Maklerprovision hinzu.
Die Posten im Einzelnen
Die Grunderwerbsteuer beträgt in Nordrhein-Westfalen 6,5 Prozent des Kaufpreises – der größte Einzelposten. Notar- und Grundbuchkosten schlagen zusammen üblicherweise mit etwa 1,5 bis 2 Prozent zu Buche; sie sind gesetzlich geregelt und richten sich nach dem Kaufpreis. Hinzu kommt bei Vermittlung durch einen Makler in der Regel die hälftige Provision nach der gesetzlichen Teilung der §§ 656c und 656d BGB.
Warum Verkäufer die Kaufnebenkosten kennen sollten
Die Nebenkosten bestimmen mit, was Käufer sich leisten können: Banken finanzieren die Nebenkosten in der Regel nicht mit – Käufer müssen sie als Eigenkapital mitbringen. Bei einem Kaufpreis von 500.000 Euro fallen allein 32.500 Euro Grunderwerbsteuer an, dazu Notar- und Grundbuchkosten von grob 8.000 bis 10.000 Euro. Wer als Verkäufer diese Rechnung versteht, versteht auch das Verhalten der Interessenten in der Preisverhandlung – und kann die eigene Preisstrategie realistischer festlegen.
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Ersteinschätzung anfragenWer zahlt was?
Die Grunderwerbsteuer und die Notar- und Grundbuchkosten des Erwerbs trägt üblicherweise der Käufer. Der Verkäufer übernimmt typischerweise die Kosten für die Löschung eigener Altlasten im Grundbuch, etwa einer abbezahlten Grundschuld. Die Maklerprovision wird bei Verbrauchergeschäften über Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen in der Regel hälftig geteilt.
Kaufnebenkosten NRW berechnen: Beispiel mit und ohne Makler
In Nordrhein-Westfalen summieren sich die Kaufnebenkosten auf rund 8,5 Prozent ohne Makler und rund 12 Prozent mit Makler: 6,5 Prozent Grunderwerbsteuer, etwa 1,5 bis 2 Prozent für Notar und Grundbuch sowie die Käuferhälfte der Maklerprovision von marktüblich 3,57 Prozent inklusive Mehrwertsteuer. Beispiel: Bei einem Einfamilienhaus in Frechen für 500.000 Euro zahlt der Käufer 32.500 Euro Grunderwerbsteuer, rund 8.000 bis 10.000 Euro für Notar und Grundbuch und 17.850 Euro Provision – zusammen rund 58.000 bis 60.000 Euro, die er zusätzlich zum Kaufpreis aus Eigenkapital aufbringen muss. Für Sie als Verkäufer heißt das: Wer diese Belastung in der Preisstrategie berücksichtigt, verliert weniger Interessenten an der Finanzierung.

Fachlich verantwortet von Wirtschaftsjurist (LL.M.) Alexander Motyl
Geschäftsführer COLOGNE IMMOBILIEN GmbH, Frechen · Autor von „Optimal bewerten – erfolgreich verkaufen“
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- International Appraiser (DIA an der Universität Freiburg)
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Fragen zum Thema Kaufnebenkosten
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