Immobilien-Lexikon · ImmoWertV
ImmoWertV (Immobilienwertermittlungsverordnung): Regeln für eine nachvollziehbare Bewertung
Definition in einem Satz
Die Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV) regelt Grundsätze für die Ermittlung von Verkehrswerten und der dafür erforderlichen Daten. Sie beschreibt unter anderem Vergleichswert-, Ertragswert- und Sachwertverfahren. Für Eigentümer ist sie vor allem hilfreich, um die Herleitung eines Werts besser nachzuvollziehen.
Was eine Bewertung nachvollziehbar macht
Ein Ergebnis sollte erkennen lassen, welches Objekt zu welchem Stichtag bewertet wird, welche Unterlagen vorliegen und welche Annahmen getroffen wurden. Die Verfahrenswahl und die verwendeten Marktdaten müssen begründet sein. Eine umfangreiche Berechnung ohne nachvollziehbare Eingangsdaten reicht dafür nicht.
Besondere Rechte, Schäden oder abweichende Nutzungen müssen angemessen berücksichtigt werden. Die Verordnung ersetzt weder die Objektprüfung noch die fachliche Beurteilung der verfügbaren Informationen.
Die fünf Anlagen richtig zuordnen
| Anlage | Inhalt |
|---|---|
| Anlage 1 | Modellansätze für die Gesamtnutzungsdauer |
| Anlage 2 | Modell zur Ermittlung der Restnutzungsdauer von Wohngebäuden bei Modernisierungen |
| Anlage 3 | Modellansätze für Bewirtschaftungskosten |
| Anlage 4 | Normalherstellungskosten 2010 |
| Anlage 5 | Katalog der Merkmale des Bodenrichtwertgrundstücks |
Die Anlagen gehören zum jeweiligen Modellzusammenhang. Einzelne Werte sollten nicht ohne Prüfung ihrer Voraussetzungen aus unterschiedlichen Modellen zusammengesetzt werden.
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Ersteinschätzung anfragenWelche Bedeutung die Verordnung für Ihren Anlass hat
Beim Verkauf geht es um eine tragfähige Preisgrundlage. Für Erbschaft, Schenkung, Scheidung oder einen steuerlichen Nachweis können zusätzliche Anforderungen an Zweck, Stichtag und Nachweis bestehen.
Insbesondere die steuerliche Bewertung nach dem Bewertungsgesetz ist nicht mit jeder Verkehrswertermittlung gleichzusetzen. § 198 BewG enthält Voraussetzungen für den Nachweis eines niedrigeren gemeinen Werts. Ein nach der ImmoWertV aufgebautes Gutachten führt nicht automatisch zur gewünschten Entscheidung eines Finanzamts oder Gerichts.
Welche Fragen Sie vor einem Auftrag stellen sollten
Klären Sie den Verwendungszweck, den maßgeblichen Stichtag und den erwarteten Empfänger. Fragen Sie außerdem nach benötigten Unterlagen, Qualifikation der verantwortlichen Person und dem vereinbarten Leistungsumfang.
Die Seite zu den Bewertungsmethoden erläutert die Verfahren. Für ein konkretes Objekt bietet die Seite Verkehrswertgutachten im Rhein-Erft-Kreis den passenden Einstieg. Eine unverbindliche Beratung kann zunächst helfen, den benötigten Umfang einzugrenzen.
Quellen und Grundlagen: Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV) mit Anlagen 1–5; § 198 Bewertungsgesetz (BewG).

Fachlich verantwortet von Wirtschaftsjurist (LL.M.) Alexander Motyl
Geschäftsführer COLOGNE IMMOBILIEN GmbH, Frechen · Autor von „Optimal bewerten – erfolgreich verkaufen“
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- Wirtschaftsjurist (LL.M.)
- Gem. DIN EN ISO/IEC 17024 durch die DIA Consulting AG (DIAZert – Zertifizierungsstelle der DIA Consulting AG – DAkkS akkreditierte Zertifizierungsstelle) zertifizierter Sachverständiger für die Marktwertermittlung gemäß ImmoWertV von Standardimmobilien LS (Wohn- und Gewerbeimmobilien), Zert.-Nr. DIA-IB-685
- Diplom-Sachverständiger (DIA an der Universität Freiburg) für bebaute und unbebaute Grundstücke, für Mieten und Pachten
- Recognised European Valuer – TEGoVA – REV-DE/IVD/2026/5
- DEKRA zertifizierter Sachverständiger für Immobilienbewertung – D3 für komplexe Wohngebäude und gewerbliche Objekte (Nr. PC25416-00030)
- International Appraiser (DIA an der Universität Freiburg)
Alle Lexikon-Beiträge entstehen aus der täglichen Bewertungs- und Verkaufspraxis in Köln und im Rhein-Erft-Kreis – aus über 1.100 Gutachten seit 2008.
Häufige Fragen
Häufige Fragen zur ImmoWertV
Führt die Anwendung der ImmoWertV automatisch zur Anerkennung?
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Vom Begriff zum Verkauf
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